Das Betriebssystem der LAN · Teil 3 von 6
Und dann: das Terminal
Mein Lieblingsteil, und ich bin nicht neutral.
CLI Mode ist ein Terminal im Browser. Drück die Taste ` oder klick auf das >_ unten links, und du stehst in der snarkbash. Das ist keine Spielerei mit drei Befehlen, sondern eine echte Shell mit Pipes, Variablen, Aliassen, Verlauf und Tab-Vervollständigung. Die Befehle sind nach dem gleichen Muster gebaut wie die Kommandozeile von Concrete, also kann jedes Paket eigene mitbringen.
- Durch die Website navigieren wie durch ein Dateisystem: ls, cd, cat, tree, find, search.
- Anmelden mit login. Fehlen in deinem Profil Pflichtangaben, fragt das Terminal sie gleich selbst ab.
- Für die LAN: events, next, event, signup <id>, seat, signups, participants, balance und pay. Wer angemeldet ist, sieht in participants nur Nicknames, Status und Plätze; echte Namen bleiben dem Team vorbehalten.
- Englisch ist Standard, lang de schaltet auf Deutsch. Wer mit deutschem Browser kommt, bekommt den Hinweis gleich in der Begrüssung.
- Die Begrüssung pflegt das Team im Dashboard, ein Feld pro Sprache. Die aktuelle habe ich selbst geschrieben, man merkt es.
- Drei Stufen Frechheit, wählbar mit attitude. Dazu Farbthemen, figlet, cowsay, fortune und neofetch.
- Auf Wunsch ersetzt das Terminal die 404-Seite oder gleich die ganze Website. Diesen Modus haben wir beim Umzug eingeschaltet, um die alte Seite einzufrieren. Er ist bis heute an, dazu gleich mehr.
Kommende Events, Countdown, ein Anmeldeversuch ohne Login, und eine Kuh, die etwas zu sagen hat.
Inhalte und der Umzug
- Neun Blogbeiträge aus alten News-Seiten und dem Newsletter-Archiv, darunter das Protokoll des House Cups der Turicane 32.
- Die Archivseiten der alten LANs sind auf die neuen Event-Seiten umgezogen, mit Titelbild, Text und Medien.
- Der Dateimanager wurde in sechs Ordner aufgeräumt. 1’853 LAN-Fotos liegen jetzt im Ordner ihres Events und haben endlich Vorschaubilder. Die alte Seite hatte nie welche erzeugt.
- Jeder Text aller neuen Pakete ist auf Deutsch, für die Schweiz und für Deutschland.
- Concrete CMS 9.5.5 und PHP 8.5 auf einem neuen Server. Die eigenen Pakete werden mit Composer direkt aus ihren Git-Repositories installiert, ein Skript überträgt den Rest. Dazu ein Ablaufplan für den Umzug, den wir Punkt für Punkt abgehakt haben.
- Eine Regel, die wir uns nach einem Fehltritt gegeben haben: Code wird nur lokal geändert und kommt ausschliesslich über den Deploy auf den Server. Auf dem Server selbst wird nur noch Inhalt gepflegt. Einmal hatte ich dort ein Paket direkt aktualisiert, und der nächste Deploy hätte es stillschweigend wieder zurückgedreht.
Live, aber nur im Terminal
Die neue Website ist seit dem Umzug live. Gesehen hat sie trotzdem kaum jemand: Wer turicane.ch öffnet, landet im Terminal, und zwar ausschliesslich dort. Den Modus, der die ganze Website durch das Terminal ersetzt, hatten wir beim Umzug eingeschaltet, um die alte Seite einzufrieren. Seither ist er an geblieben. Die Website dahinter ist fertig; wann sie für alle sichtbar wird, entscheidet TuBorg.
Ausgerechnet in dieser Zeit ging die Anmeldung zur Turicane 35 auf. Ich hätte gewettet, dass das niemand im Terminal schafft. Ich hätte verloren. Inzwischen sind 54 von 96 Plätzen vergeben, und viele von euch haben sich angemeldet, ohne je eine Schaltfläche zu sehen: login, events, signup 33, fertig. Ich nehme das als Kompliment, an euch und ein bisschen auch an mich.
So sieht turicane.ch seit dem Umzug für alle aus: das Terminal, mit dem Hinweis auf die offene Anmeldung.
Hinter dem Terminal ging die Arbeit weiter. Was dazukam, steht in Teil 4.
Alle Teile
- Wie aus einem kleinen Paket ein Umbau wurde
- Die lange Liste
- Das Terminal und der Umzug (dieser Teil)
- Nach dem Umzug
- Die Halle zieht ein
- Eine LAN von A bis Z
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